Entwicklung

Weinbau ist in Abenden bereits 1356 erwähnt. 1559 bezieht der Abendener Pfarrer einen Teil seiner Einkünfte aus einem kleinen Weingarten. Der heutige Weißdornweg hieß früher „Kelterweg“. Über den Weinbau in Abenden gibt es viele Angaben. Sieht man sich die von Füchtner wiedergegebenen Urkunden unter dem Stichwort „Weingarten“ an, so finden sich insgesamt 18 Stellen, in denen solche bis 1794 als Sicherheit für Zins und Rente verpfändet wurden. Damit dieses Pfand auch wertvoll blieb, verpflichtete man sich nicht selten, den Weingarten in gutem Zustand zu erhalten, „buwelich zu halden ind unvergenclich“, wie es 1359 für unseren Ort heißt.

In der Schulchronik liest man: „In den Rechnungsbüchern der Burgverwaltung von Nideggen finden sich Angaben über die Naturalien und Arbeitsleistungen, die die Bewohner von Abenden zu entrichten hatten. Abenden lieferte vor allem Wein und Holz. Für den Weinbau eigneten sich sehr gut die Südabhänge des Kühlenbusches, das heutige „Geeßeknippchen“, vordem „In des Herrn Weinbergen“ genannt, und das Gelände an der Konzerstraße, wo heute noch die Bezeichnung „Goldlei“ daran erinnert.“

Am 24. Dezember 1948 erschien – wohl als Werbung für unser Dorf – in den „Aachener Nachrichten“ der Artikel „Abenden – ein altes Eifeldorf an der Rur. Vom Weinbau zum Fremdenverkehr – Starke Kriegsschäden – Rückkehr in geordnete Bahnen“.

In der Einleitung heißt es: „Es gibt aber auch Fleckchen, nach denen sich derjenige, der einmal dort gewesen, immer wieder zurücksehnt.

Und zu diesen zählt Abenden, jenes Dorf an der südlichen Grenze des Kreises Düren, dem wegen seiner idyllischen Lage im Tal der Rur ein allzeit guter Ruf vorausgeht.

Von den rund 400 Einwohnern sind die meisten noch Kleinbauern. Im Fremdenverkehr finden sie einen Nebenerwerb.

Der Krieg hat auch den Luftkurort nicht verschont. Drei Monate stand hier die Front. Die Zerstörungen sind erheblich, die Häuser auf der Straße nach Nideggen z.B. fielen ohne Ausnahme dem Arifeuer zum Opfer, die Brücke über die Rur flog in die Luft, die 1938 erbaute Schule, einst die schönste im ganzen Regierungsbezirk Aachen, erlitt starke Schäden usw. usw. Die Aecker waren vermint. Sie konnten 1946 nur zu 50 Prozent und erst 1947 wieder ganz bestellt werden. Acht Tote forderte die Entminung der Gemarkung. Das ist die traurige Bilanz jener Tage. Eine Selbsthilfeaktion der Bevölkerung schaffte nach Rückkehr aus der Evakuierung die erste Ordnung. Inzwischen sind die gröbsten Spuren beseitigt, das Leben kommt langsam wieder in einigermaßen geordnete Bahnen. Auch die Fremden haben sich in diesem Jahr erstmalig wieder eingefunden, ein gutes Zeichen für die Zukunftsaussichten.“

Lehrer Saurbier fasste seinen Eindrücke nach dem Ende des schrecklichen Krieges so zusammen: „Anfang März 1945 kehrten die ersten Bewohner von Abenden aus der Evakuierung zurück. Sie fanden eine große Zerstörung vor. Kein Haus war ganz erhalten geblieben. Zehn Häuser waren bis auf den Keller ausgebrannt. Jeder suchte nun, sein Haus wieder in Ordnung zu bringen, vor allem das Dach auszubessern und die notwendigsten Einrichtungsgegenstände wieder zu beschaffen. Leider wurde dabei wenig Rücksicht auf den Besitzer genommen, so daß die Leute, die später zurückkehrten, feststellen mußten, daß ihnen das Wenige, was der Krieg nicht zerstört hatte, gestohlen worden war. Daran hatten sich nicht nur Mitbewohner des Ortes, sondern auch Rückkehrer von Nachbarorten, die hier durchzogen, bereichert.

Ab Mai 1945 kehrten immer mehr Familien aus der Evakuierung zurück. Manche fanden nichts mehr und mußten in fremden Häusern eine Notunterkunft suchen. Überall zeigten sich die Spuren des Krieges. Das Dorf glich einem Trümmerfeld. Auf Straßen und Feldern standen ausgebrannte Kraftwagen. Rund um den Ort zogen sich Laufgräben, standen eingebaute Geschütze, lagerten noch große Bestände an Munition, sah man tote Pferde und zerstreut allerlei Material. Längs der Rur war ein Minenfeld, das man nicht betreten konnte. Während der Kampfhandlungen hatten zwei Zivilpersonen des Ortes durch Granattreffer den Tod gefunden. Nachher verunglückten noch drei Personen durch Minen und Munition tödlich. Drei Ortsbewohner wurden beim Fliegerangriff auf Düren getötet. Von den zur Wehrmacht eingezogenen männlichen Personen des Ortes fielen 12. Daneben zählen heute noch 5 als vermißt. Weitere 6 befinden sich nachweislich noch in Gefangenschaft.“

Die Rurbrücke war zerstört; ebenso die „Auelsbrücke“, die Eisenbahnbrücke vor Lüppenau. „Am 14. Mai 1950 kam zum erstenmal nach dem Kriege die Eisenbahn wieder bis Abenden. Das Ereignis wurde von der ganzen Gemeinde festlich begrüßt. Viele Ortsbewohner hatten sich schon um halb sieben Uhr früh am Bahnhof versammelt, um die Ankunft des ersten Zuges mitzuerleben. Mit Gesang und Musik wurde der geschmückte Zug empfangen. Für das begleitende Zugpersonal gab es einen Umtrunk. Da Abenden zum Teil vom Fremdenverkehr lebt, hofft es, durch die Eisenbahnverbindung wieder auf einen geschäftlichen Aufschwung.

Mit dem Winterfahrplan zu Anfang Oktober 1950 wurde, da die Eisenbahnbrücke bei Abenden inzwischen auch wieder hergestellt worden war, der Zugverkehr bis Heimbach durchgeführt“, heißt es in der Schulchronik. Es dauerte lange, bevor die Spuren des Zweiten Weltkriegs im Dorf beseitigt waren.

Am 1. Oktober 1946 hatte das Dorf 405 Einwohner, wobei die Frauen und Mädchen (wie damals leider wegen des Zweiten Weltkriegs und seiner Schlachtopfer üblich) überwogen. Noch zweieinhalb Monate vorher waren es erst 353 Personen gewesen. Zu Jahresbeginn 1971 zählte man 649 Einwohner, 92 weitere hatten ihren Zweitwohnsitz hier. 345 Einwohner waren Mädchen und Frauen, 304 Männer und Jungen. Der geburtenfreudigste Monat war der März, der geburtenschwächste der Juli.“ Zum 30. April 2007 heißt es: „Die Einwohnerzahlen stellen sich wie folgt dar: Hauptwohnsitz: 840, Nebenwohnsitz: 108, gesamt: 948.“

Um 1963 entstand in Zusammenarbeit mit der heute nicht mehr existierenden Bausparkasse „Rheinische Heimstätten“ das Baugebiet „In der Au“ für Familien mit Kindern und schmalerem Geldbeutel, das man zum Jahresanfang 2001 um den „A 8“ erweiterte und der gut angenommen wird. Wohl weil die Geldbeutel heutzutage nicht mehr ganz so schmal sind wie in den Aufbaujahren!

Die Straße dort heißt nach der Flurbezeichnung „Lüppenauer Auel“.

Nicht weniger groß ist das Baugebiet „Auf der Comm“ (Hochstraße, Commweg, Hilkenrath). Da hierdurch zwangsläufig auch die Benutzung der Brücke stärker wurde, musste man schließlich eine Erweiterung in Erwägung ziehen. 1972 wurde mit den Arbeiten begonnen.

 

Die Erwachsenen-Volkstanzgruppe tanzt zur Einführung von Pfarrer Biste(11.6.2006)
 

Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre entwickelte sich Abenden zu einem beliebten Fremdenverkehrsort. Es entstanden Tanzgruppen und eine Musikkapelle in Trachten, die den alten Eifeler Trachten nachempfunden wurden, später kam ein Damen-Fanfarenkorps in Landsknechtuniform hinzu, man errichtete die Festhalle, legte einen Bolzplatz an, baute das Freibad, schuf eine Minigolfanlage, einen Tennis und installierte zwei Grillhütten („Ruraue“, „Oentepool“), die vom Verkehrsverein angemietet werden können. Für die Vermietung der voll ausgestatteten Festhalle ist der Ortsvorsteher zuständig.

Zum 1970 eröffneten Freibad:
Es war in jenen Tagen noch beheizt und aus Gründen der Kostenersparnis in der Technik der Straßendecken hergestellt, d.h.: geteert, und dann mit einer blaugrünen Schwimmbadfarbe gestrichen. Es bietet eine moderne Behinderten gerechte Toilettenanlage, ausreichend, z.T. schattige Liegefläche und ist mit wilden Rosen eingefriedet. Zum Schichtschutz nach außen wurde eine Buchenhecke gepflanzt. Ein Kiosk sowie die Benutzung des Spielplatzes und der Beach-Volleyball-Anlage runden das Angebot ab. Besonders geeignet ist es für Familien mit Kindern.

 

21. Mai 1970: Das Freibad wird eingeweiht
 

Das erste „Rurbad“ befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg in einer Bucht in der Nähe des alten Grillplatzes (etwa gegenüber dem Weg gelegen, der zum heutigen „Holliger Hof“ führt). 1954 war es wieder Thema im Gemeinderat: „Der Rat stellt fest, daß seit Errichtung des Staubeckens in Schwammenauel die Wassertemperatur in der Rur so stark abgenommen hat, daß die Gemeinde s.Zt. im Interesse der Erhaltung des Fremdenverkehrs, der zahlreichen Betriebe und Familien in der Gemeinde die Existenz sichert, zur Anlegung eines neuen Badestrandes an der Rur gezwungen war. Dieser Badestrand bildet in der Fremdenverkehrssaison einen der Hauptanziehungspunkte. In dem Vorhaben des Wasserverbandes Schwammenauel, durch Erhöhung des Staudammes das Wasserreservoir zu vergrössern, muß eine Gefährdung der wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde Abenden deshalb gesehen werden, weil dann erhebliche Mengen des stark abgekühlten Wassers zum Abfluss kommen, und die Wassertemperatur einen Grad erreicht, der jegliches Baden in der Rur wegen der damit verbundenen Lebensgefahr unmöglich macht. Eine Bademöglichkeit muß aber im Interesse der Volksgesundheit und der vom Fremdenverkehr wirtschaftlich abhängigen Bevölkerung für Abenden erhalten bleiben. Wenn die von der Gemeinde geschaffenen Anlagen aus dem angedeuteten Grunde wertlos werden, sind sie an anderer Stelle neu zu schaffen.“

Dennoch: Die Talsperre wurde in den Jahren 1955-1959 aufgestockt.

Sehr beliebt ist die 2003 vom Verkehrsverein anstatt des Minigolfplatzes eingerichtete Beach-Volleyball-Anlage. Aus dem Tennisplatz wurde zwischenzeitlich eine Freizeitanlage für die Dorfjugend.

 

Die Beach-Volleyball-Anlage neben dem Schwimmbad
 

Im Dezember 1978 wird eine Ortsgruppe des EIFELVEREINS gegründet, die rasch an Mitgliedern zunimmt, und bereits im September 1980 den Wandertag der Bezirksgruppe Düren-Jülich ausrichtet. Am 24. Juni 1984 organisiert der Kreis Düren in Verbindung mit der hiesigen Ortsgruppe des EIFELVEREINS nach 1981 zum zweiten Mal einen Wandertag für Behinderte und Nichtbehinderte. Wieder bittet die Dorfgemeinschaft zu Kaffee und Kuchen und organisiert nachmittags ein Programm. Man zählt etwa 500 Teilnehmer. Diese Einrichtung fand in der Folge noch vier Mal hier statt. Zwischenzeitlich ist der Rhythmus auf zwei Jahre gelegt, was bedeutet: 2009 ist es wieder so weit. Für diesen Zweck wurde 2007 im Freizeitzentrum eigens eine Behinderten gerechte Toilette eingebaut.

Um die Jahresmitte 1999 befürwortet der Nideggener Stadtrat das Dorfentwicklungskonzept. In der „Dürener Zeitung“ vom 14. September 2001 erscheint unter der Überschrift „Ein schöneres Dorf“ ein Bildbericht über die derzeit laufenden Maßnahmen zur Dorferneuerung, in dem der abgebildete Bürgermeister um Verständnis angesichts der Widrigkeiten, die die Bauarbeiten hervorrufen, bittet.

Außerdem liefert er einige der Informationen aus dem Konzept:

· 1,336 Millionen Mark sollen verbaut werden, von denen 1,069 Millionen Mark Zuschüsse vom Land über das Amt für Agrarordnung und von der Europäischen Union sind.

· Unterhalb der Umgehungsstraßenbrücke wird der Parkplatz so gestaltet, dass er mehr Fahrzeuge aufnimmt; die Fahrzeuglenker sollen nämlich künftig zu Fuß in den Ort gehen. Sie sollen außerdem zukünftig noch rücksichtsvoller als bisher mit den Fußgängern umgehen. Hierfür sorgen Fahrbahnverengungen und „Baumtore“ als optische Zeichen, vor allem im Bereich der Bushaltestelle Im Hag.

· Die Kreuzung im Ort wird so gestaltet, dass sie als Dorfmittelpunkt zu erkennen ist.

· Die Rurbrücke erhält ein neues Geländer.

Die Straßen, die unter die Baumaßnahmen fallen, bekommen eine neue Beleuchtung.

Was heißt das praktisch? Als Beispiel möge der Dorfplatz herhalten: Maßnahmen zur Stärkung des dörflichen Charakters durch Umgestaltung des Zentralbereichs (Asphalt durch kleinteiliges, z.T. Natursteinpflaster ersetzt) mit dem Schwerpunkt der Verkehrsreduzierung, -neuordnung und -beruhigung, zur Aufwertung des Ortsbilds, zur Stärkung der Aufenthaltsqualität (s.u. „Krippenfreunde“) und Attraktivität dieses Bereichs sowie Sicherung des gastronomischen Standorts.

Am 13. Juli 2003 findet aus Anlass der Einweihung der Dorfumgestaltung „Dorfaktionstag“ statt. Einer Anregung des in Euskirchen ansässigen Amts für Agrarordnung folgend, stellen Handel und Handwerk, Gewerbe, Vereine und Privatleute vor, was Abenden ausmacht. Ein buntes Programm mit Darbietungen der Chorgemeinschaft, der Kinder- und Erwachsenentanzgruppe sowie der Taekwondo-Gruppe sorgt für Information und Kurzweil. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und einige Spielgeräte.

Es hatten sich mehrere Sponsoren gefunden, so dass die Kosten für die Dorfgemeinschaft in einem vertretbaren Rahmen blieben.

Auf dem Dorfplatz finden sich 1998 die „Krippenfreunde“, ein Zusammenschluss einiger junger Familien, an der Krippe zusammen und bieten Glühwein an. Später kommen adventliche Musik, Gesang und andere Angebote hinzu, so dass sich allmählich der „kleinste Weihnachtsmarkt der Republik“ entwickelt.

Ab dem 10. August 1999 findet für Kinder ab mindestens 5 Jahren fortan im Freizeitzentrum zweimal wöchentlich ein Kurs statt. Bald ist der Andrang jedoch so groß, dass zunächst einmal vier Gruppen eingerichtet werden müssen. Leiterinnen sind Doris Fuchsreiter und Alice Meulenyser. Wegen des großen Interesses kommt es nur gut zwei Wochen später zur Gründung des „Taekwondo Abenden e.V.“ Seine erste Prüfung führt der Verein bereits am 14. März des kommenden Jahres durch. Dem Verein gehören zu diesem Zeitpunkt 37 Mitglieder an, wovon 7 inaktiv sind.

Seit 1998 gibt es die Arbeitsgruppe „Rüstige Rentner“, die sich um die Pflege der Grünanlagen und der Bepflanzung im Dorf kümmert, und zu der auch Damen gehören. Nicht alle Mitglieder sind Rentner, denn auch Jüngere machen mit. 2003 erhielt die Gruppe einen der 25 „Ehrenpreise für soziales Engagement“ des Kreises Düren. Neben der Pflege kümmert sich die Gruppe u.a. auch noch um Anstreicherarbeiten (z.B. Wartehalle, altes Feuerwehrgerätehaus, Pumpenhaus), um die Pflege des Friedhofs sowie um die Wartung der Ruhebänke auf den Rundwanderwegen. 2002 restaurierte sie die alte Wasserpumpe „Im Hag“.

Seit 1966 nimmt Abenden am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil und wurde mehrfach Sieger auf Kreisebene, d.h.: unser Dorf war viele Jahre das schönste im Kreis Düren. 1971 z.B. reichte es zum Sieg in der Sparte „Fremdenverkehr“ und in 1993 erhielten wir eine Leistungsprämie. Heute heißt der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Eine Einrichtung der ganz besonderen Art ist der Verein „hortus dialogus – buddhistische Laienbewegung e.V.“ Der „Garten des Gesprächs“ wurde von den Eheleuten Ostenrath auf ihrem privaten Gelände angelegt. Interessierte Besucher sind jeden Sonntag nachmittags herzlich willkommen.

2004 erhielt der Verein einen „Ehrenpreis für soziales Engagement“ des Kreises Düren. In seiner Laudatio erwähnte Landrat Spelthahn vor allem sinngemäß: „Seit 1994 begleiten und betreuen Vorstand und Mitglieder als eine von vier Hospizgruppen im Kreis Düren schwerstkranke und sterbende Menschen. Der eigens für hospizliche und trauertherapeutische Belange eingerichtete Garten und die (privaten) Räumlichkeiten der Abendener Vorstandsmitglieder werden von Schwerstkranken regelmäßig aufgesucht, um in Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten dieser naturnah gestalteten Gartenanlage letzte Gespräche zu führen oder ganz einfach friedliche Stunden in einem ruhigen Umfeld zu erleben.“

Mehrfach gab es Fernsehsendungen über Abenden bzw. in denen Abenden erwähnt wurde. Die wohl größte Beachtung und mehrfache Ausstrahlung fand der Ende März 2003 vom WDR gedrehte, etwa 6 Minuten lange Film für seine Serie „Das Dorf“.

Ein weiteres Beispiel: am 13. November 1997 zeigt das 1. Deutsche Fernsehen in der Reihe „Kein schöner Land“ die im August für die von Günter Wewel moderierte Folge „Aachen und die Nordeifel“ in Kommern aufgenommenen Vorführungen der Tanzgruppen.

Sehr viel hat sich im letzten Jahrzehnt an unserer kleinen Kirche getan: Einrichtung einer Anstrahlung in 2001, Verlegung eines neuen Teppichbodens für den Altarraum in 2002, neue Fenster für die Dachgauben, elektrische Liedanzeige, Gong statt der früher üblichen Schellen, Sanierung des Bodens über dem Deckengewölbe, neue Orgel, neues Klavier für die Chorproben, Vitrine für die Kirchenschätze (wechselnde Bestückung), …

Ein Auszug aus der Dorfchronik:

„2006, 14.6.: Die Front der St. Martinus Kapelle wird zwei Tage lang eingerüstet; ab dem 21. Juni wird dann u.a. die Front saniert und neu ausgefugt. Die Außenarbeiten sind Anfang September in etwa beendet.

Die Rosette im Giebel wird vollständig ausgebaut, da drei Teile so stark geschädigt sind, dass sie erneuert werden müssen. Die Glasfüllung wird ebenfalls erneuert. Das Mauerwerk vor der Rosette wird zum Schutz vor Feuchtigkeit etwa zur Hälfte mit Blei verkleidet. Die Eingangstüre wird überholt; zwei Stücke der Einfassung werden erneuert, ebenfalls die Stufen.

Im Rahmen der Maßnahme kommt es außerdem zu einer Umgestaltung des Kapelleninnern: die großen Statuen von Maria und Josef, die seit geraumer Zeit auf dem Speicher lagerten, werden links und rechts vom Altarraum aufgestellt, das Kreuz, das früher links hing, hängt jetzt vor dem Altar von der Decke herab.“

 

Das Mosaik des Osterlamms im Terrazzoboden der Kirche.
 

Der lange Jahre durch Teppichboden verdeckte, wertvolle Original Terrazzofußboden mit eingearbeitetem Osterlamm wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls freigelegt. Er war bei der großen Renovierung der Kapelle im Zeitraum 1921-25 von Mühlenbesitzer Heinrich Wollseifen gestiftet worden.

Da es für derlei Arbeiten in Zeiten leerer Kassen keine Mittel gibt, hat sich die Kirchengemeinde – vor allem der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands und die Rendantin – diese durch Pfarrfeste, Bücherbörsen, Spenden, Trödelverkauf u.a. andere Aktivitäten selbst erwirtschaftet

 

Dezember 2001: Das Tympanum über dem Eingangsportal der St. Martinus Kapelle
weist starke Risse auf. Es fällt leider den späteren Restaurierungsarbeiten zum Opfer.
Hier steht heute eine Figur des Pfarrpatrons.
 

Seit 1998 gibt es im Obergeschoss der Festhalle den Kindergarten „Räuberhöhle“, der von der „Elterninitiative Nideggen e.V.“ betrieben wird. Er verfügt über 25 „normale“ Plätze, 2 „Notplätze“ und Ganztagsbetreuung. Besucht wird er zunächst von 18 Kindern, von denen eines aus Nideggen ist. Leiterin ist Helga Baum. Unterstützung in der Aufbauphase erhielt die Einrichtung durch zahlreiche Initiativen. So überreichte Pfarrer Dr. Christoph Henkel bei der Einsegnung der Räume den Erlös des Postkartenverkaufs mit einem von ihm gemalten Aquarell der Kapelle aus dem Vorjahr: 600 DM. Das Geld soll in die Außenanlage gesteckt werden. Im zeitigen Frühjahr 1999 wurden dann u.a. auch eine Schaukel sowie eine Rutschbahn mit Kletterhaus aufgestellt. Äußerst gut angenommen: das von der „Räuberhöhle“ ausgerichtete gemütliche Beisammensein nach dem Martinszug im Foyer der Festhalle.

 

Kinder der „Räuberhöhle“ und ihre Erzieherin Helga Baum üben sich im Feuerschutz.
 

Sehr aktiv ist auch die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr. Lange Jahre hatte sie sich fahrzeug- und raummäßig behelfen müssen. Mit viel Eigeninitiative erbaute sie schließlich 1999 eine neue Fahrzeughalle. Im Oktober 2003 kam ein neues Fahrzeug hinzu. Etwas zum Fahrzeug: 1 Fahrer und 8 Mann Besatzung, Wassertank von 1.000 l, Heckpumpe mit einer Leistung von 1.600 l/Min., Tragkraftspritze 800 l/Min., Greifzug zum Bergen, Kosten: ca. 150.000 €, getragen durch die Stadt.

Etwas zur Löschgruppe: sie ist zu diesem Zeitpunkt 12 Mann stark und wird von Hauptbrandmeister Oliver Riem geleitet. Hinzu kommt eine sehr rege Jugendfeuerwehr.

Höhepunkt im Jahreskreis ist sicherlich das seit Anfang der 1930er Jahre existierende Erntedankfest, das mit seinem weit über die Grenzen des Kreises Düren hinaus bekannten Umzug immer am ersten Oktoberwochenende gefeiert wird. Jedes Jahr besuchen dann tausende von Gästen unser Dorf, um die bunt geschmückten Wagen und die Fußgruppen in ihren farbenfrohen Trachten vor der Kulisse der Fachwerkhäuser in der Dorfmitte zu bewundern.
 

Erntedankumzug im Jahre 1969

 

Impression des karnevalistischen Frühschoppens 2004.
 

Der Karneval im Dorf wird seit 25 Jahren von der Abtlg. „Rot-Weiß“ der Dorfgemeinschaft organisiert.

Wichtigstes Instrument im Zusammenleben ist die „Dorfgemeinschaft Abenden e.V.“. Sie ist der Zusammenschluss von derzeit 13 Vereinen und Gruppen im Ort und besteht schon seit Jahrzehnten.

Aus finanziellen Erwägungen erfolgte 1993 die Aufstellung einer Satzung, die eine Eintragung ins Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ermöglichte. Schließlich kümmert man sich um die Förderung der Heimatpflege und des Umweltschutzes.

Der jeweilige Ortsvorsteher sowie die Rats- und Kreistagsabgeordneten sind geborene Mitglieder des Vorstands.

 


Seniorenfahrt 2002: Vor der Propsteikirche in Jülich.

In diesem Gremium werden die wichtigsten Beschlüsse für die Aktivitäten im Dorf gefasst. Es kümmert sich mit um die Ausgestaltung und Ausstattung der Festhalle, es organisiert die Seniorenbetreuung (Altenfahrt, Altentag), ihm obliegt der dörfliche Karneval ebenso wie die Durchführung des Erntedankfests oder des traditionellen Platzkonzerts am Pfingstmontag. Seine Mitglieder besuchen die Kranken, gratulieren zu hohen Geburtstagen und Hochzeiten und sind für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zuständig.

Weitere Aufgabenfelder: das regelmäßig mehrfach im Jahr erscheinende Informationsblatt „Wir in Abenden“ , dieser Internetauftritt sowie unsere Facebook-Seite “Festhalle Abenden”.